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Euch vorſtellen; ſie verſammelten ſich in hellen Haufen im Carolinum, wo ſie laut die Abſchrift des Briefes Sr. Majeſtät forderten, der die Schließung und Zer⸗ ſtörung ihrer Gotteshäuſer beföhle. Er wurde ihnen zu⸗ geſtellt und dadurch nur der Lärm und das Geſchrei vergrößert.„Wir ſind betrogen, man beraubt uns offen⸗ kundig, und Niemand ſchützt unſere Rechte, die uns doch von kaiſerlicher und königlicher Majeſtät zugeſichert und ver— brieft ſind. Wie viel iſt denn ein katholiſcher Eid werth, von welchem jeder Pfaffe den Schwörenden für ſechs böhmiſche Groſchen losſpricht?“ ſchrieen einzelne Haufen, und als Herr von Martinecz in den Höfen des Carolinums er⸗ ſchien und den Tumultuanten in ruhiger Rede ausein⸗ anderſetzte, daß es Sr. Majeſtät des Königs Matthias Befehl ſei, diejenigen für Aufrührer zu erklären, die ſich in den Sälen und Höfen des Carolinums zu Berathungen verſammelten, riefen viele hundert Stimmen:„Wir werden uns auf dem Hradſchin an rechter Stelle verſammeln und gedenken dort diejenigen zu finden, die uns heimtückiſch unſer gutes Recht rauben.“
Es war eine Scene voll wilden Entſetzens, und ich, der ich mich auf Amtswegen in der Nähe befand, flüch⸗ tete in die Gehöfte, wo Fürſt Schwarzenberg ſein neues Schloß erbauen läßt, um mit den auseinandergehenden Volkshaufen, die das Carolinum verließen, nicht zuſam⸗
Burow, Johannes Kepler. Zweite Abtheilung. III. 3


