und wieder als babyloniſche Hure verſchimpft haben. Da hat ein katholiſcher Prieſter von hohem Range und großer Macht, der Abt zu Braunau, die brau⸗ nauer Kirche ſchließen und der prager Erzbiſchof die in Kloſtergrab zerſtören laſſen. Die proteſtantiſchen Einwohner beider Städte haben ihre Abgeordneten nach Prag an die Reichsſtatthalter geſendet, denen ſie ihre Klagen in aller Beſcheidenheit vorgetragen. Gegenwär⸗ tig bei dieſen Klagen waren der Obriſtburggraf Herr Adam von Sternberg, Herr Diepold von Lobkowitz, ein Vetter des jungen Gemahls der verehrten Frau Fürſtin Polixena, und die beiden von den Proteſtan⸗ ten als Renegaten ſchwer gehaßten Herren Wilhelm von Slawata und Jaroſlav von Martinecz, von denen man ſich erzählt, daß ſie beſonders laut und zornig darauf gedrungen, die Abgeordneten von Braunau und Kloſtergrab ins Gefängniß zu werfen, da Alles, was dort geſchehen, auf Befehl Sr. Majeſtät geſchehen und die, welche ſich darüber beklagten, deshalb als Hochver⸗ räther zu betrachten ſeien. Die wackern Leute aus Braunau und Kloſtergrab wurden alſo in die ſchlimmen Gefängniſſe der Daliborka geführt, allwo ſie noch ſchmachten.
Welch ein Lärm ſich ob dieſer Gewaltthat unter den proteſtantiſchen Standesherren erhoben, mögt Ihr
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