Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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Dienſten vortrefflich benommen und ſolch eine kleine Un⸗ terſtützung wohl verdient.

Zu Ew. Durchlaucht allergnädigſtem Befehl! ſagte der Haushofmeiſter, von Herzen erfreut über die Erlaub⸗ niß, ſeinen geſchätzten Glaubensgenoſſen ſo große Hülfe angedeihen laſſen zu dürfen.

Ja, ſie iſt gut, ſehr gut und brav unſere gnä⸗ digſte Fürſtin, und komme, was will, in dieſem unruhi⸗ gen Lande, ihre Diener, gleichviel ob Proteſtanten oder Katholiken, würden ſich, wenn ſie es forderte, für ſie in Stücke hacken laſſen, dachte der wackere Mann, als er hinging, die nöthigen Befehle zu geben, daß der Familie Kepler in Prag von den wranudnitzer Erzeugniſſen alle Wochen zweimal die genannten Dinge zugeſendet würden.

Apollonia fühlte bei dem Empfange der ſich immer zur rechten Zeit wieder erneuernden Sendungen, daß der Gott, der die jungen Raben nährt, ihr beiſtehe, und mit gerührtem Herzen dankte ſie dem wackern Euſebius für ſeine Vermittelung bei der Fürſtin. Es grenzte übri⸗ gens wirklich ans Wunderbare, mit wie geringen Geld⸗ mitteln Apollonia den Haushalt ihres gelehrten, vielge⸗ liebten Sohnes bei Ehren erhielt. Sie verſtand es, Klei⸗ der und Wäſche ſo auszubeſſern, daß ſie nie wie geflickte Lumpen ausſahen. Die Zimmer in der nicht allzu be⸗