Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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es gleicht der kranken, elenden Mutter, die trotz aller Pflege immer noch ſo hinträumt und, wie Rabbi Löw mir ſagte, ihren Verſtand ſchwerlich vor ihrem Tode wiederfinden wird.

Aber es geht doch dem Magiſter gut, ſein Ge⸗ halt wird ihm doch regelmäßig gezahlt? fragte Poli⸗ xena eifrig.

Das glauben Durchlaucht wohl ſelbſt nicht, ent⸗ gegnete Euſebius.Welchem von den Gelehrten, die in König Rudolf's Dienſte ſtanden, wird wohl irgend etwas gezahlt von ſeinem Bruder? Die andern haben ſich alle kurz reſolvirt und ſind aus Böhmen fortgegangen, und daran haben ſie ſehr wohl gethan; auch dem würdigen Magiſter ſind Anerbietungen gemacht von der Republik Venedig und von den Medicis in Florenz, aber der rechtſchaffene Mann hält es für ſeine Pflicht, hier erſt ſeine Amtsarbeit zu vollenden, und meint, daß ihm die Zahlung ſeiner Rückſtände von Kaiſer und Reich ſpäter ja doch werden würde. Er weiß freilich nicht, wie ſehr die alte Mutter ſich für ihn abarbeitet, wie knapp ſeine artigen Kinder ſich behelfen.

Tragen Sie Sorge, Euſebius, daß der Frau Wel⸗ linger es zu keiner Zeit an Wildpret, Fiſchen, Honig, Butter, guten Gemüſen und Früchten in ihrer Wirth⸗ ſchaft fehle, ſagte die Fürſtin.Sie hat ſich in unſern