Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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einem Tiſche und ſchrieb ſehr eifrig. Das Zimmer, das gar nicht groß iſt, aber eine ſchöne Ausſicht über die Moldau hat, ſah auch gar nicht anders aus wie jedes andere, gar nicht wie zum Beiſpiel das des Herrn Doctor Dee. Es ſtand nur auf einem Geſtell am Fußboden eine große Kugel in allerlei eiſernen Rei fen. Frau Apollonia ſagte, es ſei ein Himmelsglobus An der Wand unweit des einen Fenſters hing ein großes hölzernes Dreieck, mit dem rechten Winkel nach oben, an einem Faden in der Schwebe. Das ſei ein wichtiges Inſtrument und ihr Sohn habe es ſich ſelbſt angefertigt, meinte meine alte Freundin. Ein großes Glas mit Waſſer, in das Frau Apollonia etwas Citro⸗ nenſaft gedrückt hatte, ſtand auf dem Tiſch, dem Arbei⸗ tenden ſo recht zur Hand, und er trank von Zeit zu Zeit davon und ſchaute dann mit leuchtenden Augen zum Himmel auf, ſchrieb wieder und lächelte wie ein glückli⸗ ches Kind, und dann ſchrieb er von neuem und faltete ſeine Hände wie zum Gebet. Durchlaucht können mir's glauben, es kommen einem fromme Gedanken, wenn man dem Manne zuſieht, der jetzt noch, wo ſeine dich⸗ ten braunen Locken ſich mit Silberfäden zu durchziehen anfangen, ein Geſicht hat wie ein glückſeliger Knabe. Sein Söhnchen Ludwig ſieht nicht glücklicher, nicht un⸗

ſchuldiger aus als der Vater, aber es gleicht ihm nicht, 2*