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welt und Allem, was in derſelben vorging, faſt gänzlich abzogen.
Johannes Kepler führte zu Prag während dieſer Jahre ein Leben der tiefſten Stille. Die Peſt, welche wie der Würgengel über die Stadt zog, verſchonte ſein Haus, in dem die alte ſanfte Apollonia noch immer wie ein Friedensengel waltete. Barbara's Zuſtand blieb gänz⸗ lich unverändert, die Kinder aber wuchſen allmälig heran und beide, Ludwig und Margarethe, entwickelten ſich zur Freude des Vaters und der Großmutter von Tag zu Tage.
Kepler arbeitete mit ſich immer gleichbleibendem Eifer an der Beendigung der Pruteniſchen Tafeln, und dieſe Arbeit, ſo mechaniſch ſie auch war, mußte, da ſie ſeine eigentliche Amtsarbeit war, auch aus allen Kräften ge⸗ fördert werden, denn ſeit der Thronbeſteigung des Mat⸗ thias war die Schuldenlaſt, die der König von Böhmen an den armen Gelehrten zu zahlen hatte, von viertauſend Gul⸗ den auf zwölftauſend angeſchwollen, da weder die böhmiſchen Stände noch die Kaſſen des deutſchen Reichs, als deſſen Aſtronom Kepler ſich eigentlich betrachten mußte, einen Groſchen des Gehalts zahlten, auf welchen er mit ſeiner heranwachſenden Familie angewieſen war. Zum Glück ver⸗ ſtand es Apollonia, mit den geringſten Mitteln Haus zu halten, und ſie hatte die beiden Kinder ſo gewöhnt,


