Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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aufrühreriſchen Böhmen ſeinem Bruder Rudolf gewalt⸗ thätig abgerungen, bei ſeiner Thronbeſteigung freiwillig beſtätigt, aber er verlegte ſeine Reſidenz von Prag nach Wien, um den Unruhen in Siebenbürgen von dort aus mehr Aufmerkſamkeit zuwenden zu können.

Dieſe Abänderung war den Böhmen keineswegs erwünſcht, und von allen Seiten gingen dem Kaiſer Pe⸗ titionen zu, ſeinen Wohnſitz wieder nach Prag zu verlegen; auch forderten die proteſtantiſchen Böhmen immer wieder die Einberufung eines Landtags zur Feſtſtellung ihrer Rechte, da die katholiſche Prieſterſchaft ſich mehr und mehr Uebergriffe zu Schulden kommen ließ, die mit der den Proteſtanten zugeſicherten vollkommen freien Religionsübung durchaus nicht in Einklang zu bringen waren.

Außerdem regte ſich in dem tiefſten Herzen des eze⸗ chiſchen Volksſtamms, der in ſeinem von Bergen um⸗ ſchloſſenen Lande nun ſchon Jahrhunderte lang ſich Kö⸗ nige aus deutſchem Blute erwählt hatte, der Wunſch, ſeine Sprache und Nationalität zu bewahren, und die pro⸗ teſtantiſchen Prädikanten, ſich als Nachfolger des Mär⸗ tyrers Johannes Huß anſehend, klammerten ſich, wie jetzt die katholiſche Prieſterſchaft Polens, an dieſe Volksbe⸗ wegung feſt.

Der erſte unter der Regierung des Königs Mat⸗