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„Man laſſe ihn eintreten, aber nur ihn allein!“ war des Kaiſers Beſcheid, der ſich jetzt plötzlich in ſeiner ſtattlichen Größe von ſeinem Seſſel erhob und mit hoch⸗ getragenem Haupte auf den eintretenden Abgeſandten der meuteriſchen Böhmen blickte.
Wenzel von Budova, einer der Hauptführer der böhmiſchen Proteſtanten, war ein ſtattlicher Mann mit kühnem Blick, den er einen Moment lang mit verächtli⸗ chem Ausdruck auf dem Fürſten von Lobkowitz weilen ließ, welcher auf ſein Schwert geſtützt zur linken Seite des Kaiſers ſtand.
„Was iſt Euer Begehr, Herr von Budova?“ fragte der Kaiſer mit tiefer, ruhiger Stimme.
„Ich erſcheine hier vor Ew. Majeſtät Augen, um im Namen und Auftrag der drei Stände Böhmens Ew. Majeſtät zu bitten, einen Landtag auf den nahen zweiten April ausſchreiben zu wollen, zugleich aber habe ich den Auftrag, Ew. Majeſtät zu melden, daß die böhmi⸗ ſchen Stände feſt entſchloſſen ſind, wenn Ew. Majeſtät ſolches von Ihrer Seite nicht thun wollen, auch ohne dieſes Ausſchreiben aus eigener Macht ſich an dem ge⸗ nannten Tage zum Landtag zu verſammeln, um endlich dem ſo lange ſchwer geplagten Lande Frieden und die heilige Religionsfreiheit zu geben.“
Der alternde Kaiſer hatte ſich bei dieſen unehrerbie⸗ 12²*


