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ritterlicher Haltung neben dem Monarchen und ein edles Feuer ſprühte aus ſeinen Augen, als er auf den knieen⸗ den Kepler blickend mit feſtem Tone ſagte:„Nein, Ew. Majeſtät ſind nicht verlaſſen und ich bin nicht der einzige treue Unterthan, der jetzt zu dem erhabenen Throne eilt; dieſer Mann, dieſer große Gelehrte iſt Pro⸗ teſtant, aber ſein Glaube iſt kein Hinderniß ſeiner Treue. Mein kaiſerlicher Herr, erwählter König meines theuern Vaterlandes, zeigt Euch Euern Böhmen und es wird Euch alsbald klar werden, daß viele, ſehr viele denken wie er und ich. Kein Glaubensbekenntniß iſt der Treue feindlich; zeigt Euch den Bewohnern Prags und bald wird eine Schaar tapferer Männer um Euch verſammelt ſein, feſt entſchloſſen, Blut und Leben an die Behauptung Eures Rechts zu ſetzen.“
„Eine Deputation der böhmiſchen Stände“, meldete der eingetretene Kämmerling,„bittet um die Gnade, bei Sr. Majeſtät vorgelaſſen zu werden.“
Der Kaiſer ſchaute unruhig mit ſeltſam verſtörtem Blick im Zimmer umher und fragte dann mit unſicherer Stimme:„Wer ſind die Leute und welche der Herren befinden ſich an ihrer Spitze?“
„Herr Wenzel von Budova iſt der Führer des Zugs und verlangt ein perſönliches Zwiegeſpräch mit
Ew. Majeſtät“, entgegnete der Kämmerling.


