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„O Johannes, mein geliebter Sohn“, entgegnete die Matrone, den begeiſterungsvollen Blick ihrer klaren Augen zu den ſeinigen emporrichtend,„was iſt denn Gott, deſſen Sein Du ſo eifrig ſuchſt und ſo ſicher findeſt in ſeinen Werken, wenn er nicht die Seele des Weltalls, die belebende Kraft des großen Weltganzen iſt, von dem wir entweder nur immer einen unendlich kleinen Theil ſehen können oder, wenn wir das Ganze zu ſehen uns beſtreben, dies als ein unendlich verkleiner⸗ tes in den Spiegel unſeres Auges aufnehmen müſſen? Gott, das Ich der Welt, fühlſt Du nicht, daß es Dein Ich iſt, was regierend, wollend auch die Spitze Deines Fingers bewegt, was die Thräne rollen läßt aus Deinem Menſchenauge? Du liebſt Dein Kind, Du liebſt es, ob es Dir auch hier auf Erden entriſſen iſt, Du haſt es treu bewahrt und gepflegt in jeder Stunde ſeines kurzen Lebens— biſt Du denn mehr als der All⸗ mächtige? Biſt Du unabhängig von der Seele des Weltalls, deſſen kleinſtes Atom Du doch nur biſt? Würde Dein kleiner Finger ſich regen und bewegen können, wenn die Kraft der Bewegung nicht in Deinem Ich läge? Und würde Dein Ich das Weſen lieben können, das von Deinem Ich ausgegangen, doch jetzt der Erde entrückt iſt, wenn nicht die Weltſeele die Liebe wäre, die Liebe, die, durch alle Sonnen, alle Erden verbreitet,


