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weil man ſie hinausgetragen. Sie! Niemand nannte den Namen des kleinen Kindes, das zum Engel geworden in der ewigen Heimat alle die erwarten würde, die es in ſeiner Menſchengeſtalt ſo ſehr geliebt hatte.„Du haſt nie ein Kind begraben?“ flüſterte Johannes der Matrone zu, die ſich kaum fühlbar auf ſeinen Arm ſtützte.
„Ich habe ja nie eins geboren!“ entgegnete ſie mit einem Seufzer.„Der Herr, der jedem Erdenbürger die Laſt, die er auflegt, nach der Kraft, die er verliehen, be⸗ mißt, hat mir die Mutter, die noch lebte, zu einer Zeit genommen, wo ich die Größe meines Verluſtes nicht zu begreifen fähig war, und als mein braver Matthias von mir ging, hatte ich Grund, des Herrn Barmherzigkeit zu preiſen, der ihm Ruhe bereitete und ihn das Elend nicht ſchauen ließ, in dem mein Herz erſchauerte.“
„So haſt Du alſo, meine theure Mutter, die feſte, unerſchütterliche Ueberzeugung, daß der erhabene Geiſt des Weltalls die Schickſale der Menſchen beſtimmt, nicht wie die Bahnen der Weltkörper, nach ewigen, un⸗ abänderlichen Geſetzen, ſondern wie etwa ein Vater die Schickſale ſeiner Kinder beſtimmen würde, in mitleidsvollem Erbarmen, das vom Herzchen des ſchlafenden Kleinen ſelbſt das eigene Händchen weghebt, deſſen leichte Wucht doch den Athem des Schlummernden behindern könnte?“


