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Auf dem gar nicht umfangreichen Platze neben der Teinkirche war das kleine Grab gegraben, in welches man jetzt die Leiche des holden Weſens verſenkte, an dem Kepler's Vaterherz mit ſo inniger Liebe gehangen. Der Abſchiedsblick aber, den er auf die Kränze von Frühlingsblumen warf, die den Deckel des Sarges ganz überdeckten, bevor er mit ſeiner zitternden Hand die erſte Erde auf denſelben warf, weilte kaum einen Mo⸗ ment lang in der düſtern Gruft und erhob ſich dann zu dem blauen Frühlingshimmel, an welchem nur einige ſilberne Wölkchen von wunderbarem Lichte ſchimmernd dahinſchifften. Als die wenigen bei der einfachen Feier⸗ lichkeit Anweſenden leiſe das Vaterunſer gebetet hatten, nahm Apollonia den Arm ihres Sohnes und verließ mit ihm zuletzt den Gottesacker. Meiſter Euſebius und der Fremde nahmen in dem Menſchengedränge, das ſie zurückkehrend wieder durchſchreiten mußten, ſich der beiden Kinder an, die ihrer Thränen immer noch nicht Herr werden konnten und ohne den Schutz dieſer Freunde jetzt wirklich hätten in Gefahr gerathen können, denn der altſtädter Ring war zu einem wogenden Meer von Menſchen geworden, deren Feſtgewänder und freude⸗ ſtrahlende Blicke einen ſeltſamen Contraſt zu dem kleinen Trauerzuge bildeten, der mit langſamen Schritten nach dem Hauſe zurückkehrte, das jetzt leer geworden war,


