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ger Rudolf's, und Ferdinand beſcheidet ſich, auf das ihm von Rudolf verheißene Erbe bis zu dem ſeligen Hin⸗ tritt ſeines Oheims Matthias zu warten, wenn dieſer ſich mit Rudolf über Abtretung ſeiner Kronen einigt. Dies Sr. Majeſtät und Ew. Gnaden, dem erſten Miniſter, mitzutheilen, iſt der eigentliche Zweck unſerer Sendung ge⸗ weſen. Möge aus unſeres edlen Prinzen beſcheidener Zu⸗ rückhaltung und treuer Ergebenheit für ſeinen edlen und erhabenen Vetter Frieden und Segen und vor allem auch die Rückkehr der vielen verirrten Unterthanen in den Schooß der heiligen Kirche hervorgehen.“
Während dieſer langen, ernſten Rede hatte ſich Rudolf's Körperzuſtand um nichts gebeſſert; röchelnd, mit geballten Händen, mit ſchäumenden Lippen und feſtgeſchloſſenen Augen lag der unglückliche Fürſt immer noch in ſeinem Lehnſtuhle, und Johannes Fickler machte darauf aufmerk⸗ ſam, daß die Herbeirufung eines der kaiſerlichen Leib⸗ ärzte zur unerlaßlichen Pflicht geworden ſei.
„Man ſoll ſogleich den Doctor Dee und auch den vom Kaiſer ſo hochgeſchätzten Rabbi Löw hierher be⸗ ſcheiden“, ſagte Adam von Dietrichſtein zu dem herbei⸗ gerufenen Kammerdiener;„ich ſelbſt werde mit dieſen bei⸗ den Herren Se. Majeſtät keinen Augenblick verlaſſen, bis die Aerzte angelangt ſind; auch wäre es vielleicht wünſchens⸗ werth, wenn die edle Gräfin von Roſenberg, deren Stimme


