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ſtets einen heilſamen Einfluß auf des Kaiſers Gemüth auch in den heftigſten Zornesaufregungen zu haben pflegt, ſich hierher bemühen wollte.“
„Halten Sie das für unumgänglich nothwendig?“ fragte Johannes Fickler.
„Ja!“ antwortete Dietrichſtein kurz und feſt.
Unterdeß währte der wilde Kampf in den Straßen der Stadt ununterbrochen fort. Das paſſauer Kriegsvolk, unter Anführung des Obriſten Laurentius von Ramé und ſeiner Unterbefehlshaber, der Grafen von Sulz und Althan, befand ſich anfangs entſchieden im Vortheil. Die prager Bürger aber fochten für Haus und Herd, ſie beſchützten mit ihren blutenden Leibern die Ehre ihrer Weiber und Töchter, und der Graf von Roſenberg war ein tüchtiger Führer. Dennoch gelang es ihren Anſtrengungen nicht, die wilde Soldateska ganz aus der Stadt zu verdrängen.
Die Boten des Miniſters von Dietrichſtein nahmen ihren Weg vom Hradſchin nicht über die Moldaubrücke, auf welcher ein wildes Kampfgetümmel hin und her wogte, doch gelang es dem umſichtigſten derſelben, auf dem kleinen Boote eines Fiſchers über die Moldau zu kommen, und er hoffte es möglich machen zu können, auf dieſem Wege den gelehrten Juden in die Gemächer des Kaiſers zu führen. Auch gelang dies Wagſtück über alles Erwarten,


