Teil eines Werkes 
2. Bd. (1865)
Entstehung
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Sie kommen, wie Ihre Creditive Uns ſagen, von meinem treu ergebenen Vetter, dem Erzherzog Ferdinand? Wir ſind voll Verlangen, zu erfahren, was dieſer Unſer von Uns ſo hoch begünſtigter Blutsfreund Uns zu melden haben dürfte, ſagte der Kaiſer.

Majeſtät! entgegnete Johannes Fickler mit einer Verbeugung, die einer Kniebeugung ſo ähnlich war, als ſich dies mit ſeinem geiſtlichen Stande vereinigen ließ, wir bringen von unſerem Herrn, dem regierenden Erzher⸗ zog Ferdinand von Steiermark, die ergebenen Verſicherun⸗ gen ſeiner Dankbarkeit und Treue und die unterthänige

Bitte, daß Ew. Majeſtät geruhen wolle, ſich Ihres dank⸗ baren Neffen auch fernerhin in Gnaden zu erinnern.

Des Kaiſers Blick wurde bei dieſen Verſicherungen der Boten des liebſten ſeiner Blutsverwandten in ſelt⸗ ſamer Weiſe glühend, wie etwa der Blick des Schakals, ehe er ſich auf ſeine Beute ſtürzt.

Und eine ſolche Botſchaft wagt Ihr in dieſem Au⸗ genblick an mich auszurichten, Ihr Väter der Geſell⸗ ſchaft Jeſu, die Ihr Euch die feſteſten Stützen der heili gen Kirche und unſeres ebenſo heiligen Throns nennt und die Ihr faſt in dieſer Stunde von Wien zurückkehrt, wo die verrätheriſchen Fürſten deutſchen Reichs mit meinem verrätheriſchen Bruder Matthias unterhandelt haben, um mir die Kronen vom Haupte zu reißen?

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