Teil eines Werkes 
2. Bd. (1865)
Entstehung
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Und Ferdinand, den ich liebte wie einen Sohn, da Gott mir einen ſolchen verſagte, hat eingewilligt in dies Buben⸗ ſtück, er, der bis daher wirklich der Schützer des Glau⸗ bens war und es nach meinem kaiſerlichen Willen als Oberhaupt des heiligen römiſchen Reiches nach meinem Hin⸗ tritt bleiben ſollte, wenn ſchon die Habſucht und Herrſchgier des Matthias, der mich zwang, ihn zum König von Ungarn zu machen und ihm die Nachfolge auch in Böhmen zu ſichern, mich hinderte, alle meine Kronen ihm, dem getreuen Ferdi⸗ nand, nach meinem Tode zu hinterlaſſen, wie ich es einſt gewollt und ihm verſprochen habe! Er liebäugelt mit dem Matthias, der den Proteſtantismus ſchützt, und hofft, das Erbe meiner Brüder von ihm zu erhalten,

wenn er jetzt mich mit ſeinem ungariſchen Heere vom

Throne geſtoßen haben wird. Dort ſteht mein paſſauer Volk! Wo iſt der junge Fürſt, mein Vetter Leopold, der es in die Straßen dieſer rebelliſchen Hauptſtadt führen und mit ihm die aufſäſſigen Proteſtanten züchtigen ſollte?

Majeſtät, entgegnete Fickler mit der ganzen Milde ſeines Weſens,wollen zu bedenken geruhen, daß der eigene Befehl dieſe tapfern Truppen aus Böhmen und beſonders auch von Ihrer Hauptſtadt fern hält. Die Befehlshaber, Obriſt Laurentius von Ramé an der Spitze, wollen nicht als Rebellen gegen Ew. Majeſtät

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Burow, Johannes Kepler. Zweite Abtheilung. II