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„Nun, ich bin ſowohl als Schwabe wie als Pro⸗ teſtant geboren und leugne es auch jetzt nicht, daß ich meine Baſe Apollonia Wellinger trotz ihrer religiöſen Irrthümer ehre und achte, aber ich glaube wohl, daß ich dem heiligen Orden, dem ich angehöre, ſo viel Beweiſe meiner reinen Geſinnung gegeben habe, daß der Ver⸗ dacht einer Untreue gegen ſeine heiligen Zwecke mich nicht treffen kann.“
„Dennoch ſteht die Thatſache feſt, daß Se. Maje⸗ ſtät von unſeres jungen Erzherzogs Verbindungen mit Matthias, dem Könige von Ungarn, benachrichtigt iſt und daß das paſſauer Kriegsvolk ſeit vielen Tagen unthätig in der Nähe Prags liegt. Löſt mir dieſe Probleme, Pa⸗ ter Johannes Fickler; auf alle Fälle aber bereitet Euch darauf vor, mich eilig in das Kabinet des Kaiſers zu begleiten, wo unſer, wie ich glaube, Herr Adam von Dietrichſtein wartet, Rudolf's treueſter und dem Golde und der Ueberredung ſeines feindlichen Bruders unzu— gänglichſter Rath.“
„Ich ſtehe zu Eurem Befehle!“ entgegnete Johannes Fickler, und nach wenigen Minuten entfernten beide Je⸗ ſuiten ſich, das herrliche Gewölbe des St.⸗Veitsdoms durch zwei verſchiedene Ausgänge verlaſſend.
Einige Minuten ſpäter ſtanden beide, in ihre dunkle, einfache Ordenstracht gekleidet, in einem der kleinern
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