Teil eines Werkes 
2. Bd. (1865)
Entstehung
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fährte Fickler's, der die Andacht deſſelben auf dieſe Weiſe unterbrochen hatte. Es lag ein ſolches Beſpähen der Gedanken und Handlungen ſeines jeweiligen Reiſegeſell⸗ ſchafters in den Regeln des Ordens, zu welchem jene bei⸗- den Männer gehörten. Johannes Fickler richtete ſich da⸗ her empor und blickte ſo ziemlich gefaßt um ſich her, um, wenn dies irgend möglich ſei, die tiefe Zerſchlagen⸗ heit ſeines Herzens vor den ihn beobachtenden Augen zu verſchleiern, dann fragte er ſo ruhig als möglich:Und wißt Ihr, mein geehrter Herr Confrater, was eigentlich Se. kaiſerliche Majeſtät uns zu befehlen haben werden?

Cyſetus legte mit einer ziemlich beſorgten Geberde zwei Finger ſeiner rechten Hand auf ſeine ſchmalen Lip⸗ pen.Der Zweck unſerer Anweſenheit in Wien iſt, wie ich fürchte, dem Kaiſer nicht unbekannt geblieben; auf welche Weiſe er denſelben aber errathen oder erfahren haben kann, mein geehrter Freund und Ordensbruder, iſt mir gänzlich unbekannt geblieben. Es iſt Euch ja wie mir ſchon ſeit längerer Zeit bekannt, daß Frau Polixena von Roſenberg nicht mehr wie ſonſt zu den Vertrauten unſeres heiligen Ordens gezählt werden darf, und es wäre daher geradezu gegen Euch eine Anſchuldigung des Verraths, wenn ich die Frage an Euch zu ſtellen mir erlaubte, ob etwa jene Dame von Euch ins Vertrauen gezogen worden ſei.

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