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In den Höfen des Hradſchin begann indeß das Leben des neuen Tages ſich allmälig zu regen. Wachen wurden an verſchiedenen Thüren abgelöſt und die ab und zu gehenden Mannſchaften wechſelten flüſternd das Loſungswort. Einige Leibpferde des Kaiſers, ſchöne Thiere von edelſter Zucht, auf welchen der Monarch ſonſt bei dunkler Nacht ſeine Reitübungen in den großen, zum Theil unterirdiſchen Marſtällen vorzunehmen pflegte, wurden von den Stallknechten in den großen Höfen auf und ab geführt. Aus dem nahen Hirſchgraben ertönten die Stimmen der wilden Thiere. Die Lich⸗ ter in den Zellen der Alchymiſten hörten auf, hell aus den ſchießſchartenartigen Fenſtern zu leuchten, dagegen kräu⸗ ſelte bläulicher Rauch ſich aus ihren kleinen Schorn⸗ ſteinen.
Einzelne Beter gingen durch den Eingang des Do⸗ mes und verloren ſich in den langen Bogengängen deſ⸗ ſelben, zwiſchen den verſchiedenen Denkmalen, mit denen derſelbe ſchon damals geſchmückt war. Ein ſchlanker, jugendlicher Prieſter im Meßornate trat, von ſeinem Mi⸗ niſtranten gefolgt, vor einen Seitenaltar, und die ſchwel⸗ lenden Töne der Orgel fingen an, durch das hohe Got⸗ teshaus zu erbrauſen. Vor den Stufen des Hochaltars, denen er ſich durch einen Seitengang genähert, warf in
dieſem Momente ſich eine feine, ſchlanke Männergeſtalt
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