Teil eines Werkes 
1. Bd. (1865)
Entstehung
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mich auf dem Weg zum Abgrunde, da ich noch die Kraft der Umkehr in mir fühle, und umkehren will ich, um⸗ kehren in dieſem Moment! Barbara, mein Weib, Mut⸗ ter meiner lieben Kleinen, nicht umſonſt ſollſt du wie einſt meine Mutter auf den Gatten und Vater mit bangendem Herzen warten, bald bin ich bei euch und bringe mit mir die Hülfe und den Beiſtand, den ich euch zu ſuchen ausgegangen.

Mit feſtem Schritte verließ der Gelehrte den ſtillen, ſeltſamen Platz und befand ſich bald in Rabbi Löw's Hauſe, dem wunderlichen Diener gegenüber, den ſeine Glaubensgenoſſen und viele Andere mit ihnen gar nicht für ein Weſen menſchlicher Art, ſondern für ein durch des weiſen Mannes Kunſt belebtes Thongebilde hielten.

Der arme Bezalel erkannte in dem Fremden, dem er die Thür ſeines Herrn geöffnet, eine der wenigen Perſonen, denen er die Zuneigung ſeines einfältigen Her⸗ zens geſchenkt hatte. Mit einem hörbaren Freudenruf ergriff er Kepler's Rockſaum und drückte ihn an ſeine Lippen, wobei er das Wort:Willkommen! das ihm ziemlich ſchwer ward, mit großer Deutlichkeit ausſprach.

Kann ich Deinen Herrn ſehen, jetzt gleich ſehen? fragte Kepler, den ungeſchickten Kopf des Cretins wie den eines gutartigen Hundes mit der Hand ſtreichelnd.

Bezalel antwortete durch ſein eifrigſtes und freund⸗