Teil eines Werkes 
1. Bd. (1865)
Entstehung
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ſein krankes Kind herbeizuſchaffen. Er verließ, ohne zu frühſtücken, ſein Haus, weil er Barbara, die tief und feſt ſchlief, nicht wecken wollte.

Er war an ſolche kleine Extravaganzen gewöhnt und würde ſehr oft zu eſſen und zu trinken vergeſſen haben, wenn ihn Barbara nicht aus ſeinen Arbeiten ge weckt und bisweilen mit nichts weniger als freundlichen Worten an die Pflicht, für ſeinen eigenen Leib zu ſor⸗ gen, erinnert hätte.Es mag wohl gut für mich ſein, daß gerade dieſe Frau die Gefährtin meines Lebens iſt; wie ſie von meinen Beſtrebungen und Arbeiten, verſtehe ich nichts von den Dingen dieſer Welt, die ihr Zweck und Vergnügen ſind. Meine Anlagen und Neigungen zwingen mich dieſelben gering anzuſchlagen, und ich blö der Thor ſchätzte mein Weib nicht nach Würden, weil ich ſie nicht verſtand; ſie aber, um wie viel beſſer und beſcheidener als ich, hat, obſchon ſie mich auch nicht zu verſtehen fähig war, die Liebe, das erhabenſte Heiligthum der Menſchennatur, in ihrem treuen Herzen bewahrt. Ich ſoll ſie lieben, ich will ſie lieben und ich werde ſie lieben, ſie iſt mein Weib, mir von Gott übergeben, und es iſt eine Thorheit, eines Mannes unwürdig, die Ge⸗ danken herumſchweifen zu laſſen auf den Körper⸗ oder Seelenreizen eines Weibes, von welchem Schickſal und Verhältniſſe ihn unwiderruflich trennen! Armer Vater,