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kann. Ich habe das Gefühl in meinem Herzen oft, mehr als einmal wenigſtens ſchon gehabt. Du biſt ſo gut und liebſt mich immer, immer mit treuem, redlichem Herzen, und was ich auch thun mag, Deine Liebe bleibt immer dieſelbe. Jetzt war ich ſo ärgerlich wieder; ich ſchalt in meinem Herzen auf Dich und blieb eben nur munter, um Dir böſe Worte zu ſagen, weil Du unter den vornehmen Leuten geweſen biſt, während ich hier bei den Kindern verweilen mußte. Du aber dachteſt bei Deiner Heimkehr an nichts Anderes als an meine Ruhe und Bequemlichkeit. Du nannteſt meine Tochter ſo liebevoll Dein Kind und ſagteſt, daß Du keinen Unterſchied zwiſchen ihr und Deinen eigenen Kindern machteſt. Du ſiehſt auch in der ſtolzen Damengeſell⸗ ſchaft, wo ſie Dich alle wie ein Wunder anſtaunen, weil Du der größte Gelehrte in der Welt biſt, nach keiner der ſtolzen Schönheiten, die Dir ſchmeicheln, und denkſt nur an die arme Barbara, Dein treues Weib, zu Hauſe. Mit Deinen gelehrten Schriften haſt Du für mich den Ofen warm gemacht, als unſer Ludwig gebo⸗ ren wurde. O, ich weiß es wohl, und das Herz thut mir weh, wenn ich bedenke, wie wenig werth ich der gro⸗ ßen Liebe bin, die Du für mich in Deinem edlen Her⸗ zen trägſt.“
In der ernſten Männerſeele des Gelehrten regte


