Teil eines Werkes 
1. Bd. (1865)
Entstehung
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zonte, die von ihrem Bette aus deutlich durch das Fen⸗ ſter zu erblicken waren.

Unſere kleine Magdalene iſt krank, Johannes, recht ſehr krank, und ich war ſchon recht in Angſt ihretwegen und hätte am liebſten einen Boten nach Dir geſendet, oder auch nach der klugen Großmutter Apollonia, die für Alles, Fieber und Reißen, für Zahnweh und Bauch⸗ grimmen ſo gute Mittel hat, ſagte Barbara ſehr eilig. Schau' Dir nur das Kind an, Johannes, und Gott wolle geben, daß Hülfe nicht zu ſpät kommt.

An das reinliche Bettchen ſeines fiebernden Kindes tretend, konnte Kepler ſich allerdings nicht darüber täu⸗ ſchen, daß das kleine Weſen ſehr krank ſei.

Lege Du Dich jetzt ruhig nieder, meine liebe Bar⸗ bara, ſagte er, ſeinem Weibe freundlich die Hand rei⸗ chend.Du weißt, daß mir das Nachtwachen nicht ſchwer fällt, da es zu meinem Lebensberufe gehört, Du aber wirſt ſchon müde ſein und biſt überhaupt noch ange⸗ griffen von Deinem Wochenbette. Gott erhalte uns allen Deine Kraft und Geſundheit, Du aber vernachläſ⸗ ſige nicht, ſie nach beſter Möglichkeit zu ſchonen.

Ja, dazu iſt gerade auch alle Möglichkeit vorhan den, entgegnete Barbara.Eine große Wirthſchaft, die beſorgt werden muß mit einer böhmiſchen Magd, fünf Kinder, darunter jetzt wieder ein Säugling und