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mögen und müſſen, der, welchen die Aſtrologie ihnen gibt, kann es nicht ſein, unn indem man Euch, hoher Herr, von der Abſchließung einer beglückenden Ehe zurück⸗ ſchreckte durch Weiſſagungen, die ſich auf himmliſche Zeichen begründen ſollen, begünſtigte man die frevelhaf⸗ ten Wünſche derjenigen, die, ſo Ihr ohne Kinder ſtürbet, ein Recht auf Eure Kronen beanſpruchen dürften.“
„Kepler“, entgegnete der Kaiſer ohne Zorn,„warum ſchmäht Ihr eine Wiſſenſchaft, die Ihr mit ſo großem Erfolge ſelbſt übt, und verunglimpft Männer, die wohl und gewiß unſer Vertrauen verdienen, da ſie uns vor Elend und ſchwerem Kummer zu bewahren ſtreben?“
„Gottes Allmacht bewahre Ew. Majeſtät Herz vor allen Leiden durch ſeine Gnade; menſchlicher Weisheit und Viſſenſchaft iſt dieſe Kraft verſagt.“
„Und dies Wort ſoll Eure Antrittsrede ſein beim Beginn Eures Dienſtes als Hofaſtrolog?“ fragte Rudolf ſcharf.
„Ich muß ja dieſes Amt mit übernehmen“, ent⸗ gegnete der Gelehrte trübe,„wenn ich als Tycho de Bra⸗ he's Nachfolger mir die Möglichkeit ſichern will, mit Weib und Kind zu leben, ſeine vollkommenen Inſtrumente zu meinen eignen Beobachtungen zu gebrauchen und ſeinen Nachlaß von fleißigen Beobachtungen, der allein ſchon
des Verſtorbenen hohe Gelehrſamkeit beweiſt, zu benutzen.
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