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nicht viel danach, ob er Euch zu einem dankbaren und gehorſamen Sohn erwächſt, denn Ihr habt nicht zu fürch⸗ ten, daß er Euch einſt nach dem Leben trachte, da Ihr ihm keine Krone zu hinterlaſſen habt“, ſagte der Kaiſer.
„Ew. kaiſerlicher Herr Vater hinterließ ſechs dankbare und gehorſame Söhne und ſtarb von ihnen und allen ſeinen Unterthanen geſegnet und tief betrauert, nachdem er es noch erlebt hatte, daß die Stände dieſes geſegneten Böhmerlandes die edle Krone deſſelben auf das Haupt ſeines Nachfolgers, auf Ew. Majeſtät eigenes geheiligtes Haupt geſetzt hatten.“
„Ja, mein Vater war ein glücklicher Mann“, ſagte Kaiſer Rudolf mit einem Seufzer, den man faſt ein Stöhnen nennen konnte,„und Ihr ſeid es auch, Magiſter Johannes.“ Dann aber blickte er in das ſchöne errö⸗ thende Antlitz Polixenens und ſetzte hinzu:„Aber glücklicher als alle andern wird der Mann ſein, der Euch einſt ſein nennen darf, Polixena! Wehe mir, daß ich dieſem höch⸗ ſten Erdenglücke entſagen muß!“
In Kepler's Bruſt wühlte ein Etwas, das dem Ge⸗ fühle brennender Eiferſucht nur allzu ähnlich ſah. Die⸗ ſer Mann durfte begehrend ſeine Augen zu dem Weſen emporheben, das er über alle andern Weiber wie einen der himmliſchen Sterne, die er ſo ſehr liebte, ſo gern
beobachtete und an deren Verwandtſchaft mit der Erde


