Teil eines Werkes 
1. Bd. (1865)
Entstehung
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ich jetzt, nun er mir entriſſen iſt, unehrerbietige Zweifel in den Charakter des großen Weiſen ſetzen.

Dieſer Däne war ein großer Menſchengeiſt, das beſtätigen ſelbſt ſeine Feinde, ſagte Lang.

Still! Unwiſſender, ſtill! Nenne ſeinen Namen nicht mit Deinen unreinen Lippen, ſondern verlaß uns jetzt, wir wollen arbeiten und, wie es dem Kaiſer ziemt, unſere Zeit nützlich hinbringen. Wohl uns, daß Gott uns die Kraft verliehen, das Schöne nicht nur zu erken⸗ nen und zu ehren, ſondern auch mit unſern kaiſerlichen Händen ſelbſt zu ſchaffen.

Er bückte ſich bei dieſen Worten und hob, ohne die Hülfe ſeines Dieners zu beanſpruchen, das Reißbret auf den Tiſch, wo dann das Licht aus dem Fenſter, dem er den Rücken kehrte, ſogleich voll auf die bunte, nicht ohne Geſchick entworfene Zeichnung fiel.

Polixena! ſagte er, das bald vollendete Bild der ſchönen Frau betrachtend,o Polixena, warum iſt es mir nicht vergönnt, nach Deiner Hand zu ſtreben, mit der ich alles Erdenglück gewinnen würde, Erdenglück, ſchöner, als es ſonſt am Fuße der Throne zu finden iſt? Du, ſo ſchön als tugendhaft, ſo weiſe als gut, ſo fromm und fern von dem Streben dieſer entarteten Zeit, feſt im heiligen Glauben, der der Weisheit Anfang ſein und in alle Ewigkeit bleiben wird!