und gnete ufene
der mand enloſe iſchen
ſagte treuen elehr⸗
ſamkeit keiner ſeiner Gefährten uns wird erſetzen können.“
„Mein hoher und gnädiger Herr“, flüſterte Lang, „es ſind durch Eure Großmuth und eigene Gelehrſamkeit ſo viele große Gelehrte an dieſen Hof gezogen, daß Ew. Majeſtät wohl nicht beſorgen dürfen, das Wiſſen dieſes einen gerade beſonders zu vermiſſen. Da iſt zunächſt der gelehrte Engländer Dee, der den Lauf und die Be⸗ deutung der Geſtirne ebenſo zu beobachten und zu er⸗ klären weiß, als es der Däne nur immer konnte.“
„Steht er aber nicht im Solde meines Bruders Mat' thias, und wird er uns daher nicht zu Handlungen zu bewegen verſuchen, die unſerm Ruhm, ja vielleicht un— ſerm Leben und unſerer kaiſerlichen Macht nachtheilig ſind?“ entgegnet Rudolf, und die Hand an die bleiche Stirn legend, ſetzte er mit tiefer Schwermuth hinzu:„O, es iſt ſchrecklich für einen Menſchen, zur ewigen Einſam— keit von dem ehernen Schickſal verdammt zu ſein. Ich
bin ein großer Kaiſer; ich erhielt von Gott mehr noch
als die Krone auf meinem Haupte, ich erhielt Talent und Liebe für Kunſt und Wiſſenſchaft, aber das beſte Glück des Menſchen, das einzige, was des Sklaven Le⸗ benslaſt verſüßt und auch dem Kaiſer auf dem Throne unentbehrlich iſt, ward mir verſagt. Ich darf nicht die
heiligen Bande knüpfen, die meinen erhabenen Vater 14


