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zugegen und der Riegel an der kunſtreich geſchnitzten Bogenthür war vorgeſchoben.
Nachdem der Monarch den Verſuch gemacht, ſein mattes Haupt an die weichen Kiſſen drückend ein wenig zu ſchlummern, erhob er ſich plötzlich und zog an einem im Bereich ſeiner Hände befindlichen Schellenzuge, öffnete eilig den Thürriegel und ließ einen Mann eintreten, der ſich in der nächſten Nähe befunden haben mußte. Es war ein großer dürrer Menſch, deſſen ganzes Aeußeres auf den erſten Blick ſeine Abſtammung aus jüdiſchem Blute wahrſcheinlich machte.
„Wie war das Begräbniß Tycho's?“ fragte der Kaiſer ſchnell, ohne auf die tiefe ehrerbietige Verbeugung ſeines vertrauten Dieners zu achten.
„Nach Ew. Majeſtät Befehl ſo prachtvoll und ehrenhaft als des großen Gelehrten würdig“, entgegnete Lang, denn es war dieſer mit allem Rechte verrufene und allgemein gehaßte Kammerdiener des Kaiſers, der dem Monarchen hier gegenüber ſtand. Auf eine Niemand bekannte Weiſe hatte dieſer äußerſt ſchlechte, gewiſſenloſe Menſch es verſtanden, ſich des von Natur argwöhniſchen Rudolf Vertrauen zu erwerben.
„Erzähle mir von dem Begräbniß Tycho's“, ſagte der Kaiſer mit trübem Blick.„Wir haben einen treuen Diener an ihm verloren, deſſen umfangreiche Gelehr⸗
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