Teil eines Werkes 
2. Theil (1815)
Entstehung
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Buͤrgerß Gedichte.

Freylich, freylich fuͤhlt, was billig Und gerecht iſt, noch mein Sinn, Und das beßre Selbſt iſt willig: Doch des Herzens Kraft iſt hin! Weh mir! Alle Eingeweide Preßt der baͤngſten Ahndung Krampf! O ich armer Mann, wie meide Ich den fuͤrchterlichſten Kampf?

Biſt du nun verloren? Rettet Keine Macht dich mehr fuͤr mich? Molly, meine Molly, kettet Mich kein Segensſpruch an dich?

O ſo ſprich, zu welchem Ziele

Schleudert mich ein ſolcher Sturm?

Dient denn Gott ein Menſch zum Spiele, Wie des Buben Hand der Wurm?

Nimmermehr! Dieß nur zu waͤhnen, Waͤre Hochverrath an ihm. Ruͤhre denn dich meiner Thraͤnen, Meines Jammers Ungeſtuͤmm? O es keimt, wie lang' es waͤhre, Doch vielleicht uns noch Gewinnſt, Wenn ich dir den Kampf erſchwere, Den du gegen mich beginnſt.

War denn dieſe Flammenliebe Freyer Willkuͤhr heimgeſtellt? Nein! Den Samen ſolcher Liebe Streut Natur ins Herzensfeld.

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