Teil eines Werkes 
1. Bd. (1854)
Entstehung
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und wenn Abends nach dem Tanz die beiden jungen Schweſtern Juſtina und Illione zum Piano Negerlieder ſingen, die Mr. Howland ebenſoviel Freude machen wie mir, ſo gehen wir auf der Piazza in der ſchönen Nachtluft oft bis um Mitternacht ſpazieren.

Eines Abends, den ich bei Mr. Gilmans zubrachte, wohnte ich einem Abendgottesdienſt der Neger bei in einem Saale, welchen der gute wohlmeinende Prieſter ihnen überlaſſen hatte. Der erſte Prediger, ein alter Reger, mußte einem andern Platz machen, welcher der⸗ maßen von der Macht des Wortes erfüllt zu ſein be⸗ hauptete, daß er unmöglich ſchweigen könnte, und nun auch ſeine Beredtſamkeit eine gute Weile ergoß, aber immer ein und daſſelbe ſagte. Dieſe Negerprediger ſtehen weit unter denjenigen, die ich in Savannah ge⸗ hört habe. Schließlich forderte er eine derSchwe⸗ ſtern auf, zu beten. Ein altes kränkliches Weib be⸗ gann auch bald laut zu beten, und ihre ſichtliche Wärme in der Dankſagung für den Troſt des Evangeliums Chriſti, ſowie ihr Zeugniß für die Kraft deſſelben in ihrem eigenen langen Leiden war wirklich rührend. Aber das Gebet war zu lang, ſagte immer daſſelbe wieder mit anderen Worten, und unaufhörliche Fauſt⸗ ſchläge auf die Bank begleiteten jedes Stoßgebet. Auch ſagte, als ſie zu Ende war und eine andere Schweſter aufgefordert wurde, ein Gebet zu ſprechen, der Redner zu dieſer:Aber machen Sie es gefälligſt kurz! (make it short if you please). Aber die Schweſter machte es nicht kurz, ſondern noch länger, als die vor⸗ hergehende Schweſter, und mit noch mehr Umſchwei⸗ fen und noch mehr Fauſtſchlägen auf die Bank. Die dritte Schweſter, die zum Beten aufgefordert wurde, erhielt die kurze beſtimmte Weiſung:aber kurz! und als ſie ſich auf dem langen Weg der andern Schwe⸗ ſtern verlor, ſo wurde ſie ohne Weiteres von dem rede⸗ luſtigen Prediger unterbrochen, der jetzt nicht länger