Teil eines Werkes 
1. Bd. (1854)
Entstehung
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ſchweigen konnte, ſondern ſich noch einmal eine gute Weile hören laſſen mußte. Erſt während des Geſangs und eines von den Regern ſelbſt komponirten Liedes, das im Kanon geſungen wurde und worin der Name Jeruſalem oft wiederkehrt, wurde es recht lebhaft in der Verſammlung. Sie ſangen, daß es eine Luſt war, zu hören, ſangen von ganzer Seele und mit dem ganzen Körperzugleich. Denn ihre Körper wiegten ſich, ihre Köpfe nickten, ihre Füße ſtampften, ihre Knie ſchwappelten, ihre Ellenbogen bewegten ſich im Takt mit dem Ton, mit den Worten, welche ſie mit überſchwänglichem Entzücken ſangen. Man muß dieſes Volk ſingen hören, um ſein Leben recht zu verſtehen. Ich habe ihre Nachahmer, die ſo⸗ genanntenSable Singers(Sandſänger) geſehen, die als Neger bemalt im Lande herumfahren und Neger⸗ lieder ſingen, in der Art und mit den Geberden der Ne⸗ ger, wie es heißt. Aber Nichts iſt ſo gründlich ver⸗ ſchieden. Denn das Weſentlichſte in der Gleichheit fehlt nämlich das Leben.

Eine meiner Vergnügungen hier beſteht darin, mit einem alten Neger Namens Romeo zu ſchwatzen, der in einem Gartenhäuschen nahe bei Mr. Howlands Haus wohnt und den Garten beſorgt, oder vielmehr ganz nach eigenem Belieben unbeſorgt läßt. Er iſt der gut⸗ launigſte munterſte Alte, den man ſich vorſtellen kann, und beſitzt einen ſchönen Theil Mutterwitz. Er wurde in ſeinem beſten Alter aus Afrika geraubt und hieher geführt, und erzählt dieſe Geſchichte auf die naivſte Weiſe. Ich fragte ihn eines Tags, was die Leute in ſeiner Heimath vom Leben nach dem Tode glauben. Er antwortete, daßdie Guten zum Gott des Himmels kommen, der ſie geſchaffen habe.Und die Böſen? fragte ich.Sie fahren hinaus im Gewitter, ant⸗ wortete er und blies nach allen Seiten mit dem Munde um ſich. Ich ließ ihn ein äthiopiſches Todtenlied