Teil eines Werkes 
1. Bd. (1854)
Entstehung
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nales, höheres Streben. Auch Afrikas Stämme und kleine Königreiche beweiſen das. Und wer glaubt, daß Amerikas befreite Negerſklaven jenſeits des Meeres in Liberien, in Afrika die republikaniſche Staatsbildung der Amerikaner fortpflanzen könnten, der befindet ſich nach meiner Anſicht im Irrthum. Aber kleine monar⸗ chiſche Staaten dazu ſcheinen ſie geſchaffen zu ſein. Sie beſitzen in hohem Grade Pietäts⸗ und Loyalitätsſinn, und werden ſich von einer natürlich überlegenen Perſon immer leicht und gern regieren laſſen. Darum ſehe ich das Ideal des Lebens der Negervölker in kleinen Staa⸗ ten, veredelt durch Chriſtenthum, geordnet um ein Ober⸗ haupt, welches der Prieſter oder König oder bei⸗ des zugleich wäre. Und in Amerika ſähe ich ſie am liebſten ſo um einen weißen Mann, als freie Diener oder kleine Pächter, und ich bin überzeugt, daß, um das Volk zur Ordnung und zu billiger Arbeit zu bringen, Sklavenketten und Peitſchen nicht nöthig ſind, ſondern blos eine chriſtlich-menſchliche Erziehung zur Arbeit und Ordnung, die Predigt des Chriſtenthums und der große Einfluß, den ein Mann von der weißen Race vermöge ſeiner natürlichen Ueberlegenheit in Denk⸗ kraft und Syſtem über den Schwarzen beſitzt. Wollte er dazu noch ein moraliſches Uebergewicht in die Wag⸗ ſchale legen, ſo würde er ſehr mächtig werden. Auch gilt für die weißen Herrn im Süden der Aufruf, wel⸗ chen Viktor Hugo an die Könige Europas erläßt:

O, rois! soyez grands, car le peuple grandit 1 (D Könige ſeid groß, denn das Volk wird groß.)

Die Sklavenbevölkerung des Südens wächst mit jedem Tag an Anzahl und Einſicht, wächst durch den Einfluß der freien Schwarzen und Mulatten, welche auch täglich in den Sklavenſtaaten überhand nehmen und ſich an den Rechten der Weißen auf Erziehung be⸗ theiligen. Mit einem Wort, die ſchwarze Race iſt in den ſüdlichen Staaten in jeder Beziehung im Wachſen

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