S 8—
—
N
8 8
451
vegriffen. Möchte die weiße es verſtehen, auch zu wach⸗ ſen an Geiſt, an Geſetzen und Leben! Sie hat eine große Aufgabe zu löſen. Ich hoffe auf den edeln Sü⸗ den, auf die Kinder des Lichts, auf die wahrhaft Freien in den, Sklavenſtaaten. Sie werden die Sache in Gang bringen.
Und es würde nicht ſchwer halten, wenn nur die Weiber wachen wollten. Aber ach! die meiſten hier ſchlafen noch, ſchlafen auf weichen Kiſſen, geflochten von Sklaven und Sklavinnen, nicht als freie Weiber. Man hat ſo lange mit den Weibern davon geſprochen, daß ſie auf die„kleine Stimme“ hören ſollen. Und das iſt gut. Aber jetzt iſt es Zeit, daß ſie auch auf die große Stimme hören, auf die Stimme des Gottesgeiſts im Menſchengeſchlecht, der über die ganze Erde hinzieht und alle freien Völker durchbebt. Wahrlich, es iſt Zeit; und Zeit, daß ſie, indem ſie auf dieſe Stimme hören, großſinnig werden in Herz und Gedanken.„Wenn die Mütter edelſinnig ſind, werden nicht die Söhne edel ſein?“ ſchrieb mir neulich eine der edeln Frauen Amerikas. Die Geſchichte antwortet darauf: Ja!
Was die Sklavenbeſitzer betrifft, ſo möchte ich ſie in drei Klaſſen theilen: Mammonsanbeter, Patriarchen⸗ und Herven oder Zukunftsmänner.
Die erſten betrachten die Sklaven blos vom Stand⸗ punkt des Gewinnes aus und gebrauchen oder mißbrau⸗ chen ſie nach Gutdünken. Die zweiten kennen die Ver⸗ antwortung ihrer Stellung, glauben das von ihren Vätern ererbte Eigenthum, welches vielleicht auch Alles iſt, was ſie für ſich und ihre Kinder beſitzen, nicht auf⸗ geben zu können und zu dürfen, und machen ſichs zur ſtrengen Pflicht, dieſe ererbten Diener zu verpflegen, für ihr Alter zu ſorgen und ihr gegenwärtiges Leben ſo glücklich als möglich zu machen durch Unterweiſung im Chriſtenthum, und durch ſo viel Freiheit, ſo viel un⸗ ſchuldige Freude, als nur möglich. Die dritte höchſte Klaſſe


