Teil eines Werkes 
1. Bd. (1854)
Entstehung
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men unter lautem Rufen, Schwatzen und Lachen, und wie alles das in die Boote hinein kam, Menſchen und Molaſſe, Männer und Weiber, Körbe und Krüge, drun⸗ ter und drüber und um einander herum purzelnd ohne Ordnung und Raiſon, ſoweit ich ztdecken konnte das vermag ich nicht zu beſchreiben. Ich gaffte blos voll Verwunderung. Es war wie eine verworrene Maſſe von Armen und Beinen und Köpfen in einem ſchwarzen Gemenge; aber munter war es und vergnügt

ing es zu und vergnügt ging es ab. Und die ganze ſchwarze Maſſe wurde ſtill und die Boote löſten ſich vom Strande ab; es ging ein wenig Zickzack im Kanal, und Geſchwatz und Gelächter hörte man von einem Boot zum andern, und weiße Zähne glänzten in der Finſterniß. Aber als ſie weiter den Fluß hinauf famen, da ſchlugen die Ruder in gleichmäßigem Takt in dem ſpiegelklaren Waſſer, da begann der Geſang und die komiſche Verwirrung löſte ſich in der ſchönſten Harmonie auf.

Eine Eigenheit bei dieſen ſogenannten Naturkindern iſt ihr ariſtokratiſcher Sinn(aber ich habe die Natur⸗ finder immer als natürliche Ariſtokraten angeſehen)- Sie ſind ſtolz darauf reichen Herrn anzugehören und betrachten die Ehe mit dem Diener eines armen Herrn als eine große Mesalliance. Sie halten auf ihren rei⸗ chen Herrn ſo viel, wie ein öſterreichiſcher Graf von altem Stamm auf ſeine Ahnen.

Was mehr als irgend etwas anderes der Befreiung dieſes Volkes als Volk und in größerer Maſſe im Wege ſteht, das iſt ſein Mangel an Nationalität, ſein Mangel an Volksgeiſt und Gemeinſinn. Sie haben blos Sinn für die Familie oder für Angehörige(und viel⸗ leicht für den Stamm, da wo der Stamm unzerſplittert geblieben iſt, wie in Afrika). Sie haben keine gemein⸗ ſchaftliche Erinnerungen, und kein gemeinſchaftliches natio⸗

Bremer, die Heimath in der neuen Welt. l. 9