Teil eines Werkes 
1. Bd. (1854)
Entstehung
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des jungen Miſſionärs James W. Miles:Philo⸗ ſophiſche Theologie der letzten Gründe alles religiöſen Glaubens, baſirt auf die Vernunft finde; einem klei⸗ nen Buch von großem Inhalt, mit engliſcher Klarheit und Beſtimmtheit geſchrieben, frei von aller deutſchen Weitläufigkeit. Das Büchlein kommt MartenſensAu⸗ tonomie, dieſem herrlichen Schriftchen(deſſen Zukunfts⸗ ſamen für die religiöſe Wiſſenſchaft Martenſen noch zu entwickeln hat) ſehr nahe undfreut mich auch deßwe⸗ gen ſo ſehr, weil es beweiſt, daß die Denkgeſetze im Menſchengeſchlecht ſich nach einer inneren, von zufälli gen Verhältniſſen unabhängigen Nothwendigkeit ent⸗ wickeln. Wahrheiten, Entdeckungen emigriren nicht von einem Land in das andere. In allen Völkern, die ungefähr auf der gleichen Bildungsſtufe ſtehen, kom⸗ men dieſelben Phänomene, dieſelben Anſichten vor. So iſt hier ein einſiedleriſcher, menſchenſcheuer, aber tief denkender junger Mann auf denſelben Gedankenwege zu denſelben Reſultaten gekommen, wie unſere vortreff⸗ lichſten philoſophiſchen Theologen in Scandinavien und ohne von ihnen oder den Quellen zu wiſſen, aus denen ſie das neue Leben des Gedankens getrunken haben. Ein Beiſpiel in dem Buch, um das Verhältniß der ſubjectiven Vernunft zur objectiven(des Menſchen zu Gott) klar zu machen, ein Beiſpiel, deſſen ſich der junge Miles bedient, hat mich um derſelben Urſache willen,(nämlich wie getreunte Geiſter in fern entlege⸗ nen Ländern und ganz andern Verhältniſſen anf die⸗ ſelben Gedanken kommen) frappirt, denn dieſes Beiſpiel habe ich mehrmals ſelbſt als Beweis im Geſpräch ge⸗ braucht, habe es für meine eigene Erfindung angeſehen, und meine kleine, eigenliebige Freude darüber gehabt. Aber wie viel froher bin ich nicht zu ſehen, daß es auch vor einer andern ſuchenden Seele geblitzt hat und für ſie ein Beiſpiel geworden iſt! Das Beiſpiel iſt das Verhältniß zwiſchen dem bekannten Le Verrier und