Teil eines Werkes 
1. Bd. (1854)
Entstehung
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dem Stern, deſſen Gegenwart ſeine Berechnung und Entdeckung konſtatirte. Der Stern war da und wirkte, der Menſchengedanke war da und beobachtete. Der Stern zog an, der Menſch folgte und fand den Stern. Das Licht und das Ange begegneten ſich. Und alle Augen können jetzt den Stern ſehen und Niemand kann daran zweifeln. So mußten Gottes Wahrheit und des Menſchen Vernunft auch in der Theologie einander ſuchen und ſinden.*)

Ich ſchrieb an Mrs. H. ſogleich von meiner herz⸗ lichen Freude über das Buch. Und noch einmal hoffe ich in den Myrthenhainen Belmonts mit ihr herum⸗ wandeln und ein geiſtiges Feſt feiern zu dürfen.

Die älteſte Tochter hier im Hauſe, Juſtina, iſt jetzt nach mehrjährigem Aufenthalt zu Baltimore in Mary⸗ land zurückgekommen. Es war mir ein Genuß, ihren jubelnden Empfang im Hanſe zu ſehen. Wie gleichen ſich doch alle guten Heimathen und Familienverhältniſſe! Dieſelbe Sorge, dieſelbe Freude! Aber das habe ich ſchon lang verſtanden, auch ohne es zu ſehen.

Heute Abend iſt mir zu Ehren eine größere

Soiree im Hauſe. Ich bin froh, daß ſie nicht auf

meine Verantwortung geht. Ich habe nichts zu thun,

*) Viele Menſchen glauben Gott dadurch zu ehren, daß ſie den Menſchea recht armſelig und dumm machen. Ich kann es nicht ſo anſehen, das Werk mußden Mei⸗ ſter ehren. Das iſt die Größe des Schöpfers, daß er verſtändige Weſeu macht und von ihnen verſtanden ſein will. Es iſt des Menſchen Recht und Ehre, daß er ihn verſtehen ſoll und kann, daß er ihn mit ſeinem Gefühl und Begriff erfaſſen kann. Der Abſtand zwi⸗ ſchen dem Schöpfer und dem Menſchen iſt noch immer bedeutend genug, um ihm Veranlaſſung zu unendlicher Demuth, unendlicher Anbetung, diemit ſteigender Ein⸗ ſicht blos ſteigt, zu geben.