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ich, daß ich mich in meiner Vorliebe für die Frau nicht getäuſcht hatte. Ihr Mann ſah auch äußerſt angenehm aus. Ein Platzregen kam höchſt unvermuthet, machte dem Feſt ein plötzliches Ende und ſchickte die Leute in buntem Untereinander nach Hauſe.
Daheim bei Bones hörte ich Neger ſingen, welche Hannah Longſtreet hieher beſtellt hatte. Ich wollte gern ihre eignen naiven Geſänge hören, aber ſie antwor⸗ teten, daß ſie den Herrn lieb haben und blos geiſtliche Lieder ſingen. Dieſe Beſchränktheit gefiel mir nicht, aber ihre 4ſtimmigen, geiſtlichen Geſäuge waren herr⸗ lich. Es iſt unmöglich, reiner und beſſer zu ſingen. Sie hatten Notenbücher vor ſich und ſchienen nach ih⸗ nen zu ſingen; ich hörte jedoch meine Wirthsleute lächelnd bezweifeln, daß dieß im Ernſte geſchehe. Mit⸗ ten während des Geſanges begann ein Hahn gellend im Haus zu krähen und fuhr unabläſſig damit fort. Aus der Munterkeit, welche dieſer Umſtand hervorrief, erſah ich, daß irgend ein Schwank dabei ſein mußte. Es war auch kein Hahn, der krähte, ſondern ein junger Neger vom benachbarten Hof, der ſich die Fertigkeit des Hahns angeeignet hatte und bei dem Concert mitſpielen wollte.
Hierauf kam ein andrer junger Neger, der weni⸗ ger kirchlich geſinnt war als die andern und zu ſeinem Bagno mehrere Negerlieder ſang, die im Süden allge⸗ mein bekannt ſind und von den Negern, von denen ſie herrühren, wie auch in den nördlichen Staaten von allen Klaſſen der Bevölkerung geſungen werden, denn ſie ſind in hohem Grad populär. Ihre Muſik iſt me⸗ lodiſch, naiv, voll von rythmiſchem Leben und hat viel Innigkeit. Mehrere dieſer Lieder erinnern an Haydus und Mozarts einfache und ſchöne Melodien, ſo z. B. „Roſa Lea“,„O Suſanna“!„Theuerſter Mai“,„Führt mich zurück nach Altvirginien“,„Onkel Ned“ und Mary Blane“, die ſämmtlich, Text ſowohl als Muſik, von einer rührenden Innigkeit ſind. Sonſt iſt der Text


