Teil eines Werkes 
1. Bd. (1854)
Entstehung
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Sklavenaufſeher ſanft ſein? fragte ich.Nein! ant⸗ wortete er,man muß hart ſein, man muß ſie mit der Peitſche treiben, wenn ſie etwas Tüchtiges arbeiten ſollen, und anders duldet es der Plantagebeſitzer nicht.

Ich laſſe Herrn Gröns Muß in ſeinem Werth und will nicht darnach fragen, ob es nicht in Mangel an Klugheit und Milde ſeinen Grund haben könnte. Aber wahr iſt, daß die Aufſeher, die ich bis jetzt ge⸗ ſehen habe, mir durch einen gewiſſen harten und wil⸗ den Zug in ihrem Weſen, beſonders in ihren Augen mißfallen. Und einer der ſchlimmſten Beſchwerdegründe gegen das Leben auf den Plantagen ſcheint mir darin zu liegen, daß die Sklaven ſehr oft eine lange Zeit des Jahres in der Gewalt dieſer untergeordneten Leute gelaſſen werden, wenn der Herr und ſeine Familie aus Geſundheitsrückſichten oder zu ihrem Vergnügen von den Plantagen abweſend ſind.

Einen Tag nach meinem Beſuche bei den Erdeſſern wohnte ich einer Feſtlichkeit in Auguſta bei, nämlich der vom Staat Georgia ausgehenden Ueberreichung eines Ehrenſäbels an einen jungen Offizier aus Auguſta, der ſich im Krieg mit Mexiko ausgezeichnet hatte und ſchwer verwundet worden war. Eine hohe Eſtrade war in Eile in einem kleinen Park innerhalb der Stadt errich⸗ tet worden, und ringsum zog ſich amphitheatraliſch eine Gallerie mit Bänken und Sitzen, die voll von Zuſchauern waren. Auf der mit Teppichen belegten und mit Fah⸗ nen geſchmückten Erhöhung wurde dem jungen Krieger das Schwert überreicht. Es war eine recht ſchöne Scene unter dem freien Himmel und den ſchönen Bäumen, deren es nur allzuviele und in einer allzu⸗ langen Reihe waren. Der junge Held des Tages ge⸗ fiel mir, denn er ſprach in ſeiner Rede mit Liebe und Lob von mehreren ſeiner Kriegskameraden die, wie er ſagte, die Auszeichnung beſſer verdient haben würden,

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