Teil eines Werkes 
1. Bd. (1854)
Entstehung
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mütterliche Natur zu ſein. Ich bat ſie um Erlaubniß, mich in dem Sklavendorf in der Nähe des Herrſchafts⸗ gebäudes umzuſchauen. Sie bewilligte es kalt und ging mit mir. Die Hände(Hände werden im Süden die Arbeitsneger genannt, Feldhände auf den Plantagen) waren jetzt außen auf dem Feld, um das Korn zu be⸗ ſorgen, und ihre Häuſer waren verſchloſſen. Einige davon waren jedoch offen, und in dieſe ging ich hinein. In einem von ihnen ſaß auf ſeinem Bett ein alter Neger, der ein Fußübel hatte; er ſelbſt und Alles im Hauſe trug das Gepräge ſorgfältiger Pflege.Er wird in ſeinem Alter wohl verpflegt, denn er iſt einer von unſern Leuten, ſagte Mrs. E. laut zu mir, ſo daß die Neger es hören konnten;wäre er frei, würde er dann wohl auch gepflegt werden?Warum? dachte ich aber ſtill vor mich ſelbſt, denn ich wollte der Neger wegen nicht laut ſprechen.Auch wir in Schwe⸗ den haben auf unſern Gütern alte und kranke Diener, und obſchon ſie frei ſind und frei den Lohn genießen, den ſie verdienen, ſo halten wir es nichts deſtoweniger für Recht und Pflicht, ihnen in ihrer Krankheit und ihrem Alter alle mögliche Pflege angedeihen zu laſſen, und wenn ſie uns gut gedient haben, dieſes Alter ſo glücklich wie möglich zu machen, ſoweit unſere Mittel reichen So wenigſtens thun gute Dienſtherrn in Schwe⸗ den. Die ſchlechten daſelbſt mögen wie die böſen Skla⸗ venbeſitzer hier dahin fahren, wohin ſie gehören. Dies hätte ich jedoch Mrs. E. ſagen mögen und würde es ihr auch geſagt haben, wenn wir allein ge⸗ weſen wären, denn ich konnte nicht umhin, in ihr eine etwas ſtolze, aber im Grund edle Natur zu erblicken, die durch die Unbilligkeit der Abolitioniſten gegen die Stellung der Sklavenbeſitzer zur Unbilligkeit gegen die Arbeiter getrieben wurde, welche aber die Wahrheit ein⸗ ſehen könnte und müßte, wenn dieſelbe ohne polemiſche Bitterkeit ihrem freien Urtheil unterſtellt würde. Aber