Teil eines Werkes 
1. Bd. (1854)
Entstehung
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hörte ich liebevolle Willkommſtimmen und ſah freund⸗ liche Feuer leuchten in dem tiefen Dunkel. Denn der junge Mond war bereits untergegangen und das Nacht⸗ dunkel iſt ſehr finſter um dieſe Zeit, während an un⸗ ſerem Himmel die Abendröthe Erde und Himmel be⸗ leuchtet, bis ſie von der Morgenröthe abgelöſt wird. Es war Samstag Nachmittag, als ich in Sa⸗ vannah ausſtieg. Am Montag Morgen war ich in Auguſta, wo der gefällige, ehrliche Mr. Bones mich in ſeinem Wagen in ſein Haus abholte. Und hier wurde ich mit großer Freundlichkeit empfangen von ſeiner Frau, einer ausnehmend hübſchen Irländerin mit einem ſchönen Geſicht von engliſchem Charakter, aber etwas milderen Gepräges, und von Hannah Longſtreet, dem blaſſen Mädchen aus dem Süden, das ich auf meiner Ueberfahrt kennen gelernt und ſo ſehr liebgewonnen hatte. Mit Freude fand ich ſie jetzt bedeutend beſſer von ihrer eurvpäiſchen Reiſe, und ſie erſchien mir im Kreiſe der Ihrigen noch liebenswürdiger als zuvor. Hier verbrachte ich einige recht angenehme Tage, indem ich blos Abends Beſuche empfing und Nachmit⸗ tags Ausflüge nach den Pflanzungen in der Gegend, ſowie an andere Orte machte. Auch hier mußte ich allerdings oft dieſelben trivialen und widerwärtigen

Fragen hören und beantworteu;— eine der ſchlimm⸗ ſten und gewöhnlichſten iſt:„Entſprechen die Vereinig⸗ ten Staaten Ihren Erwartungen“— aber ich lernte

auch einige vortreffliche Menſchen, Männer und Frauen, kennen, wahre Chriſten und ächte Bürger der neuen Welt, die im Stillen klug und thätig das Werk der Befreiung ausführen, während ſie den Selaven auf den Weg der Selbſtbefreiung verhelfen, indem ſie ihnen nämlich Gelegenheit geben, Geld zu verdienen, daſſelbe nützlich anzuwenden, und ſie zum Fleiß und Wohlver⸗ halten aufmuntern durch die Ausſicht, binnen wenigen Jahren ganz befreit zu werden und ſomit den Lohn

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