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Welt beinahe gleich ſei“. Dieſe Familie ſowie Mr. Knox ſind Presbyterianer und wollen nicht zugeben, daß die Unitarier Chriſten ſeien. Ferner ein Paar junge Damen aus Georgien, einem der ſüdlichen Skla⸗ venſtaaten Amerikas, die erſte eine ſchöne verheirathete Frau, die andere ein ſehr blaſſes, junges Mädchen mit feinen Zügen, Hanna L., unterrichtet, klug und gemüth⸗ lich; ich unterhalte mich recht gern mit ihr. Obſchon einer ſklavenbeſitzenden Familie angehörig, verdammt ſie die Sklaverei und arbeitet darauf hin die Sklaven beſſer und glücklicher zu machen. Sie iſt ſchwindſüch⸗ tig und glaubt nicht lange zu leben, geht jedoch dem Tode mit vollkommen getroſtem Muthe entgegen. In den Augen ſieht man den künftigen Engel hervorblik⸗ ken, aber in den feinen Geſichtszügen ſieht man den Todtenſchädel auf eine unheimliche Art hervorſtechen. Ferner einige ältere Gentlemen mit ehrlichen und glaub⸗ würdigen Phyſiognomien, die mich verſichern, ich werde auf meiner Reiſe in den Vereinigten Staaten viel Ver⸗ gnügen finden; zwei von ihnen, Sklavenbeſitzer, dabei ſchöne, energiſche Figuren, laden mich in den Süden ein und verſichern mich, ich werde in den Sklaven allda die glücklichſte und beneidenswertheſte Bevölkerung fin⸗ den(the most happy and most enviable population).
Die Tage gehen ruhig und angenehm dahin. Das Einzige was ich gegen das Leben am Bord des„Ca⸗ nada“ auszuſetzen habe, iſt das abgeſchmackte Eſſen und Trinken.
Montag, den 1. Oktober.
Der zehnte Tag auf dem Meer. Etwas weniger angenehm ſeit einigen Tagen, windig und wogig. Geſtern hatten wir was ſie a gale(ſtarken Wind) nennen. Ich verſuchte, aber vergebens, auf dem Verdecke zu ſtehen. Zum Matroſen bin ich doch nicht geſchaffen. Wir ge⸗ hen in die Nähe von Neufundland. Wir ſteuern ſo
Bremer, die Heimath in der neuen Welt. 1. 2


