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und
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wir ſind bereits halbwegs New⸗York. Wir haben beſtändig guten Wind, und geht es ſo fort wie bisher, ſo haben wir eine der ſchnellſten und glücklichſten Rei⸗ ſen, die noch je von Europa nach Amerika gemacht worden ſind. Aber man ſoll nicht Juchhe rufen, bevor man über dem Bach iſt. Da der Wind bläst und das Meer heute etwas ſtark wogt, ſo bekommt, fürchte ich, meine Schrift einige Aehnlichkeit mit der Karls XII in ſeinem Brief an Mon coeur.“ Ich befinde mich vortrefflich, mein Herzchen, und ich ſehne mich gar nicht fort, ſo comfortabel finde ichs hier, und ſo belebend und erhebend wirkt der Anblick von Himmel und Meer auf mich. Ja die Seele bekommt davon Flügel und ſchwingt ſich aufwärts, hoch empor über die brauſende Tiefe. Seit mehreren Tagen haben wir nichts Anderes geſehen als Himmel und Meer und kreiſende Seevögel; kein Segel, keinen Rauch von einem Dunſtpfeiler; Alles iſt öde in dem großen zirkelrunden Raum. Aber Wogen und Sonnenſtrahlen und wandernde Wolken ſind Geſellſchaft genug; dazu noch eigene Gedanken. Ich ſtehe und gehe ganze Stunden allein auf dem Ver⸗ deck, athme die friſche, weiche Seeluft ein, ſehe unſern Leviathan in den brauſenden Wogen auf⸗ und nieder⸗ tauchen, und laſſe auch meine Gedanken tauchen und gleich Seevögeln in der unbekannten Ferne umherkrei⸗ ſen. Etwas von Wikinger Luſt und Leben war immer in mir, und ſo iſt es auch jetzt. Geſtern war ein herrlicher Tag, ein Feſt der Schönheit durch und durch; ich erlabte mich unausſprechlich daran.
In meiner erſten Jugend, auf Arſta, als wir viele Köpfe ſtark zu Hauſe waren und es um die Einſamkeit ſchlecht ſtand, ſchloß ich mich zuweilen in das dunkle kleine Verſteck ein, wo Mama ihre Schlüſſel hatte, blos um mich einſam zu fühlen; denn ſo bald ich da ganz allein in dem tiefen Dunkel war, da überkam mich ein wunderſames Gefühl, ein Gefühl, wie wenn ich


