Teil eines Werkes 
1. Bd. (1854)
Entstehung
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daß ſie auf den Schwingen des Frühlings und von den Winden der Liebe in der Welt umhergetragen wer⸗ den, um gleich einer himmliſchen Ausſaat ſich mit der Erde zu vermählen und alle beſſern Gefühle der Seele erblühen zu machen. Das Herz zweifelt mitunter an dem Guten und ſeiner Macht auf Erden. Es will ſehen, um zu glauben. Ich habe ihm dazu verhelfen wollen. Ich habe von euch geſprochen.*)

Das Beſte, das Schönſte in euren Herzen und in eurer Heimath iſt doch nicht verrathen worden. Im Menſchenherzen und in der Heimath findet ſich, wie in dem Tempel des alten Bundes, ein Allerheiligſtes vor, auf deſſen goldenen Tafeln nur die Geſichter der Che⸗ rubim herabſchauen und das Zengniß leſen dürfen.

In Allem, was ich an eurem Land und eurem Volk getadelt oder kritiſirt habe, bin ich meiner Ueber⸗ zeugung gefolgt. Was ich ſelbſt geſehen, gehört, er⸗ fabren, gefühlt gedacht, das habe ich ohne alle andere Furcht geſchrieben, außer daß ich gegen Recht und Billigkeit verſtoßen könnte.

Aber wenn ihr dieſe Briefe leſet, meine Freunde, ſo habt wo möglich Geduld bis ans Ende, und be⸗ denket, daß ſie oft Eindrücke des Augenblicks ſind, die durch ſpätere Eindrücke zur Reife gebracht oder ver⸗ ändert wurden. Betrachtet ſie als Ziffern, die ihr durchgehen müſſet, um ein Facit herauszuziehen. Vier von dieſen Briefen, nämlich an H. C. Oerſted, an J. P. Böklin, an J. M. die Königin Wittwe von

*) In der engliſchen und amerikaniſchen Ausgabe ſind blos die Anfangsbuchſtaben der Namen gedruckt wor⸗ den, da dieſe Namen Privatperſonen angehören. In der ſchwediſchen habe ich dieſen Schleier über meine Freunde für überflüſſig gehalten, da ihre Namen hier jedenfalls blos wie ein Echo aus der Ferne ertönen.