Teil eines Werkes 
1. Bd. (1854)
Entstehung
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theure Freund zu mir, der mir am Geſtade der neuen WVelt zuerſt begegnete, der mich zuerſt in ſein Haus aufnahm, den ich ſo gernemeinen amerikaniſchen Bruder nannte, und der mit dem Zauber ſeiner Freundſchaft und mit dem Leitſtern ſeines klaren Blickes, ſeiner brüderlichen Sorgfalt, mein Leben in dieſer neuen Welt unausſprechlich verſchönte; dieſer Mann, deſſen Bild in meiner Seele ewig vermählt iſt mit ihren ſchönſten Scenen, ihrem morgenfriſchen Leben, ihrem indianiſchen Sommertag, und vor Allem mit den Hochlandsſcenen an dem herrlichen Fluß, wo er ſein ſchönes Haus gebaut und jetzt ſein Grab hat. Doch nein, nicht blos im Verein mit dieſen Bildern lebt er für mich. Zeit und Raum ſchließen eine Per⸗ ſönlichkeit wie die ſeinige nicht ein. Heute, wie geſtern und in Ewigkeit, werde ich ſeinen Blick, ſeine Stimme, ſeine Worte wahrnehmen, wie ich ſie einſt wahrnahm, denn ſie ſind mit Allem vermählt, was ſchön und edel iſt im großen Reich der Schöpfung. Seine Worte ſind für mich in Schweden maßgebend, wie ſie es in Amerika waren. Ich liebe jedes Einzelne von ihnen in mein Gedächtniß zurückzurufen.Sie werden das einſehen, wenn Sie in Ihre Heimath kommen, ſagte er bei mancher Frage, die bei meinem Abſchied von Amerika dunkel vor meinem Blicke ſtand.

Der Gedanke, die Briefe, die ich aus Amerika nach Haus geſchrieben, ganz oder doch im Weſentlichſten ſo herauszugeben, wie ſie zum erſten Mal aus der Feder auf das Papier gefloſſen, entſtand erſt mehrere Monate nach meiner Heimkehr, als ich mit muthloſer und halb unwilliger Hand dieſe Schreiben an eine geliebte Schweſter öffnete, die ſich jetzt nicht mehr auf Erden vorfand. Ich geſtehe, daß das Leben darin mich belebte, mein Herz ſo ſchlagen ließ, wie zur Zeit, da ſie geſchrieben wurden, und ich mußte zu mir ſelbſt ſagen:Dieſe Kinder des Augenblicks und des warmen