Teil eines Werkes 
1. Bd. (1854)
Entstehung
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nehm war, in der für den Druck beſtimmten Abſchrift weggelaſſen; aber ich konnte nicht alles Derartige weg⸗ laſſen, weil dadurch die Natürlichkeit der Briefe, ſowie die eigenthümliche Farbe meines Lebens und meiner Verhältniſſe in Amerika verloren gegangen wäre. So ſteht alſo noch Vieles da, was mich perſönlich erfreut oder gequält hat, vielleicht mehr als ſtehen bleiben durfte. Ich habe bei der Reinſchreibung meiner Briefe mir oft nicht klar machen können, daß ich ſie jetzt für das Publikum ſchrieb, und nicht blos an meine Schwe⸗ ſter,meine Innerſte, vor welcher ich auch das In⸗ nerſte erſchließen, das Kindiſchſte ſagen durfte. Sobald ich zu ſchreiben anfing, ſtand immer wieder die Schwe⸗ ſter vor mir mit den ſanften, himmliſchen Augen, dem ſchonungsvollen Lächeln; ſo ſtellte ſie ſich zwiſchen mich und alle fremden Leſer. Ich ſah nur ſie und vergaß die Andern. Ich ſehe ein, daß ich hierin oft gefehlt habe, und hauptſächlich im erſten Theil dieſer Brief⸗ ſammlung, die zu einer Zeit geſchrieben wurde, wo Kränklichkeit mich ſchwach machte, und die Schwachheit mich in der Selbſtſucht beſtärkte. Wenn ich dieſe Kränk⸗ lichkeit habe übermäßig hervortreten laſſen, ſo liegt eine Entſchuldigung darin, daß ſie einem Leiden angehörte, das in Amerika ſehr gewöhnlich iſt, das durch das Klima des Landes, durch die Diät und Lebensweiſe der Bewohner verurſacht wird, und wovor man Ein⸗ geborne ſowohl als Einwanderer nicht genug warnen fann. Und wenn ich von dieſem Uebel und ſeinen Ur⸗ ſachen zu viel geſprochen habe, ſo haben dagegen au⸗

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