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Seit Monaten bin ich nicht mehr Julie H., ſondern Julie L. Ich hatte den Muth nicht, früher zu ſchreiben. Es war mir eine Zeit her wirr im Kopfe und ängſtlich ums Herz. Die Gründe: Erſtens die ſchreckliche Ehr⸗ furcht, die ich vor meinem lieben Manne hegte— ja— ich wußte wirklich eine Zeit lang nicht, wie ich mit meiner Bewunverung für Profeſſor L. dem Gefühle meiner Unterlegenheit und meiner köſilicher Eigenliebe, die um feine Welt Julie H. bei mir— wie ſoll ich doch ſagen? — im Preiſe ſinken laſſen wollte, zurecht kommen ſolle. Und dann— dieſe gottgeſegnete Landwirthſchaft! Kühe und Schaafe, Eier, Butter und Milch u. ſ. w. und eine Sündfluth von Kleinigkeiten— und dann die Mutter, die ſo unruhig war und mir helfen wollte, aber. nun— allmählig kam doch Alles ſo wunderbar in Ordnung. Der kleine Gott mit dem Pfeil und Bogen half mir. Mein guter L. ließ es ſich, glaube ich, noch mehr ange⸗ legen ſein, mir zu gefallen, als ich ihm. Ja, er war und iſt, Gott ſei Dank, wirklich in mich verliebt. Seit⸗ dem ich das geſehen habe, hatte es keine Noth mehr— ich faßte Muth. Kühe, Kälber uhd Hühner gediehen, unter den großen Keſſel der Haushaltung kam friſches Feuer— und gottlob, auch die Mutter wurde ruhig.
Und mein Mann— nun, das verſteht ſich, er war zu⸗
frieden— und ich war zufrieden mit ihm.
Beate, weißt du, was ich Morgens und Abends, ja ſtündlich aus dem Innerſten meines ganzen Herzens bete?„O Gott, mache mich der Liebe meines Mannes würdig, verleihe mir die Fähigkeit, ihn glücklich zu ma⸗ chen!“ Und ich habe wirklich viele Fähigkeit dazu— denn er iſt(ſo ſagt er wenigſtens und ſo ſcheint es) ſehr glücklich. Wenn du wüßteſt, wie geſund er ausſieht, wie vergnügt! Siehſt du, das kommt daher, daß ich ihn in Ordnung halte, daß er nicht mehr ſo übel mit ſich um⸗ gehen darf, wie früher und auch nicht mehr die Nächte hindurch aufbleibt— das hat er ſich abgewöhnt. Und
denn freie ſehr went Ol. (er hinei auf Etw und bekor ſeher
wahr will, der All'
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hätte daß mein Gefü
ſeit ſieht faſt f gute zwiſc


