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Madame D. Keine Chriſtenſeele kann uns hören. Madame M. Nun dann will ich meiner lieben gnädigen Frau eine ſchreckliche Geſchichte erzählen. aber ſehen Sie.. Ich will nicht, daß es heißen ſoll, ich habe es hier ge⸗
ſagt.. Madame D. Keine Chriſtenſeele ſoll es erfahren.
(Der Souffleur ziſcht.)
Madame M.
Nun gut, die Sache verhält ſich ſo. Die jetzige Baronin K. war Anfangs im Auslande mit einem ſchwe⸗ diſchen Edelmanne verheirathet, der Etwas auf Stern. hieß, und bekam von ihm eine Tochter. eben die hübſche Herminie, um welche ſich weder Vater noch Mutter viel bekümmerten— denn ſehen Sie, ſie hätten gerne einen Sohn gehabt, und das Mädchen ſoll böſe Tage zu Hauſe verlebt haben. Nun.. inzwiſchen kommt der Baron K. auch ins Ausland. nach Taljen. oder wie das Land heißt, er ſieht die ſchöne Frau, Her⸗ minias Mutter... verliebt ſich ganz raſend in ſie, und ſie verliebt ſich ſterblich in ihn. Ihr Mann kommt dahinter. es gibt einen ſchrecklichen Spectakel im Hauſe und zwiſchen den beiden Herrn kommt es zu einer Schlägerei.
Der Souffleur.
Einem Duell!
Madame M.
Das Ende vom Lied war, daß Baron K. aus dem Lande mußte. Jetzt kam er nach Schweden zurück und führte da eine Zeitlang ein gottloſes Leben, ſpielte und praßte, ſo daß ſeine Vermögensumſtände ganz in Unord⸗ nung geriethen. Da erfährt er eines Tags, der Mann der ſchönen Frau ſei dort im Auslande geſtorben— er 15


