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und ich glaube, daß gerade dieß ſie mitunter ſo muthlos macht. Und doch liebt ſie Algernon, ja ſie bewundert ihn zuweilen— möchte aber gleichwohl, wenn ſie dürfte, ihn nicht heirathen. Sage mir, wie ſoll man dieß Alles erklären? Wie reimt es ſich zuſammen? Wenn ihr Schickſal einmal unveränderlich beſtimmt iſt, ſo weiß ich, daß Alles gut werden wird, und das Luſtige an der Sache iſt, daß Emilie dieß auch glaubt. Inzwiſchen wird in der nächſten Woche Alles in Ordnung kommen. Am Sonntag, alſo übermorgen über acht Tage iſt das erſchreckliche Hochzeitfeſt. Emilie wird zu Hauſe getraut und bloß einige wenige Verwandte dazu eingeladen wer⸗ den. Emilie wünſcht es ſo, und man willfahrt ihr jetzt in Allem, was ſie begehrt, wenn es nur nicht geradezu unvernünftig iſt. Sie ſagt, man thue dieß allen armen Opfern. Eine komiſche Idee! Du ſiehſt, beſte Beate, wie nothwendig deine Gegenwart für uns wäre. Wahr⸗ haftig, wir bedürfen in jeder S deines Ra⸗ thes und deiner Hülfe. Packe deßhalb nur plötzlich deine Sachen zuſammen, und reiſe, ſo ſchnell du kannſt, hieher.
Am Montag kommt Algernon nach Stockholm, und mit ihm auch mein Bräutigam. Ich bin nicht ſo kitz⸗ lich, ſo furchtſam geweſen, wie Emilie, und habe doch nicht ſchlechter gewählt. Mein Arvid iſt ein wahrer Adonis, und hat ein Herz, das Goldes werth iſt. Der Vater liebt ihn ſehr, und dieß iſt mir eine Hauptſache. Mein guter, mein hochverehrter, mein geliebter Vater! Ich war ſo feſt entſchloſſen, ihn und die Mutter nie zu verlaſſen.... ich begreife nicht, wie ich mich dennoch entſchließen konnte, Braut zu werden abe iein Arvid war unwiderſtehlich. Der Vater behält doch He⸗ lena, die nie heirathet, und Helena iſt drei ſolche Julien werth, wie ich bin. Im Anfang war er ſehr gegen die bng. und hatte eine Menge Einwendungen, ſo daß beinahe Nichts daraus geworden wäre da warf ich mich ihm zu Füßen und weinte, und Arvids Vater


