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Die Familie H. : Skizze aus dem Alltagsleben / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. übers. von G. Fink
Entstehung
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ten figurirten und überdieß das Lieblingsgerücht ſeiner Geliebten ausmachten. Sie fürchtete, bei einer Verbin⸗ dung mit ihm über lauter weißer Gallerte und Gemüſen zu verhungern. Der Zweite ſcheute ſich nicht, Mücken zu zertreten; er liebte die Jagd und Fiſchfang, wurde aber deßwegen ohne weiteren Beweis als grauſam und hart⸗ herzig angeſehen; lieber, weit lieber wollte ſie einen Haſen, als einen Jäger zum Manne haben. Ein Haſe kam, ſcheuen Blickes, ſchlotternden Kniees und ſtotterte ſein Seufzen, ſein Wünſchen und Verzweifeln hervor. Armer Junge, war die Antwort,geh und verſteck dich, du möchteſt ſonſt eine leichte Beute des erſten beſten Raubthieres werden, das dich auf ſeinem Wege findet. Der Haſe hüpfte fort. Nun trat der Löwenmann hervor mit ſtolzen Freierswyrten. Da empfand die Schöne große Bangigkeit, ſelbſt aufgefreſſen zu werden, und verſteckte ſich, bis der Mächtige vorüber war. Dieſer war der Vierte. Der Fünfte, munter und fröhlich, wurde für leichtſinnig gehalten; den Sechsten hatte man im Ver⸗ dacht, er neige ſich dem Spiele zu; vom Siebenten glaubte man wegen einiger Finnen auf der Naſe, er liebe ſtarke Getränke. Der Achte ſah aus, als ob er häufig nicht bei guter Laune wäre; der Neunte wurde für einen Egviſten gehalten; beim Zehnten war alle⸗ mal das dritte Wort:Hol mich der Henker! Mit ihm konnte man ſich nicht wohl in's Leben wagen. Der Elfte ſah zu viel auf ſeine Hände und Füße, und war folglich ein Narr. Der Zwölfte erſchien. Er war gut, edel, männlich, ſchön; er ſchien aufrichtig zu lieben, er wußte gut zu ſprechen; man war in der größten Verlegenheit, was für einen Fehler man an ihm finden ſolle. Er ſchien wahrhaft zu lieben... aber vielleicht ſchien er es bloß, oder wenn er wirklich liebte, war es mehr der hinfällige, vergängliche Körper, als die unſterbliche Seele;. Gott ſteh uns bei, welche ſchwere Sünde! Wenn es ſich ſo verhielte. dann;aber der Liebhaber ſchwur, es ſei die Seele, nur die Seele, was er anbete, und in

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