als alle entzückende äußere Reize, welche die Welt feiert bem
und liebt. Sie arbeitete mit Eifer an einem weißen und Seidenfleid und ſah von ihrer Arbeit blos auf, um nam freundlich und bedeutungsvoll Emilien zuzuwinken, oder um zu ihrem Vater einen Blick ehrfurchtsvoller, beinahe ten 1 anbetender Zärtlichkeit zu erheben. mit Man hätte faſt glauben können, der Oberſt habe barſ unter allen ſeinen Kindern dieſes von der Natur äußer⸗ triel lich verwahrloste am Meiſten geliebt, denn oft, wenn Illu Helena ihren Kopf an des Vaters Schultern lehnte ann und den liebenden Blick zu ihm erhob, beugte er ſich wied herab und küßte ſie mit einem Ausdruck von Zärtlichkeit, kom der keine Beſchreibung zuläßt. Auf der andern Seite — des Oberſten ſaß noch eine junge Dame— ſeines Bru⸗ nich ders Tochter. Man hätte ſie für eine antike Figur entn halten könen, ſo ſchön, ſo marmorweiß, ſo unbeweglich auch war ſie. Schonere runkle Augen als die ihrigen konnte wür man nicht ſehen. Aber ach, ſie verdiente gewiß nicht be⸗ ſchw neidet zu werden. Dieſe ſchönen Augen ſollten nie mehr aus das Licht der Erde ſchauen. Sie hatte ſeit vier Jahren die den ſchwarzen Staar. Was in der Tiefe ihrer Seele herrſchte, ob Sturm oder Ruhe, war ſchwer zu ſehen— vern die Spiegel derſelben waren verdunkelt, etwas Starres, Slki: Kaltes, beinahe Halbtodtes lag in dem Aeußern und wies ſone alle fragenden Blicke zurück. Es kam mir vor, als ſich hätte ſie in einem Gefühle ſtolzer Verzweiflung in dem über Augenblick, da der Spruch des Schickſals ihr verkündete: nich du ſollſt das Licht nicht mehr ſchauen! mit einem theu⸗ mei ren Eid zu ſich geſagt:„Niemand ſoll meinen Schmerz in 1 ſehen.“ in§ Noch eine kleine Gruppe muß in meinem Gemälde nige zum Vorſchein kommen— nämlich die im Hintergrunde derr des Zimmmers, ausgeführt von Magiſter Nup, der ſich lebe 3 durch ſeine Gutmüthigkeit, Beleſenheit, Schweigſamkeit, Tite Kurzſichtigkeit, ſeine aufgeſtülpte Naſe und Zerſtreutheit gede auszeichnet, und ſeinen Schülern, dem kleinen Arel und Ged dem kleinen Claes, den jüngſten Söhnen des Oberſten, ſoge


